Angebot für Schulkinder und Jugendliche

Je nach Ergebnis des AFS-Tests führe ich mit ihnen bei Feststellung einer Legasthenie oder Dyskalkulie ein individuelles Training durch.
Dies beinhaltet immer ein Training in den drei Bereichen Aufmerksamkeit, Schärfung der differenten Sinneswahrnehmung und ein intensives Symptomtraining.

Zur Steigerung der Aufmerksamkeit integriere ich verschiedene Angebote wie: Dynamische Spiele, Atem- und Bewegungsübungen, Sprachspiele, BrainGym-Übungen. Dabei ist immer zu beachten, in welcher Stimmung sich das Kind gerade befindet und was es individuell bevorzugt.
Danach erfolgt das Training der Wahrnehmungsfunktionen, und zwar auch gemäß des AFS-Tests-Ergebnisses.

Zuerst wird immer der optische Bereich trainiert, im Wechsel mit dem akustischen Bereich. Dabei achte ich immer darauf, dass die Übungen abwechslungsreich sind und das Kind sie gerne macht.

Benutzt werden hierbei: Easy Trainingsset

Danach beginnt das Training am Symptom.

Bei legasthenen Kindern setze ich schwerpunktmäßig folgende Materialien ein:

Beide beruhen auf der Annahme, dass leserechtschreibschwachen Kindern durch gleichzeitiges rhythmisches Sprechen und Bewegung das richtige Schreiben der Wörter leichter gemacht werden kann.
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass das Einbeziehen möglichst vieler Sinnesorgane (Sprechen, Sehen, Tun, Fühlen) das Lernen und Speichern des Erlernten erleichtert.
Die FRESCH-Strategien beruhen auf 4 Strategien:
  1. Schwingen
  2. Verlängern
  3. Ableiten
  4. Merken

Schwingen: Zuerst wird ein Wort deutlich in Silben ausgesprochen und gleichzeitig geht man einen Schritt nach rechts, nämlich in Schreibrichtung! Danach schwingt man ein Wort nach den Silben nur noch vor sich stehend als Silbenschwung.
Anschließend schreibt man das Wort in die Luft oder auf den Tisch, aber immer auch dabei sprechend! So werden sogenannte Schlangenwörter eingeübt und alle Wörter, die sich zum Schwingen eignen.
Danach beginnt Phase 2.

Verlängern: Man kann die Mehrzahl bilden oder Nomen und Verben verlängern mit “alle” und Adjektive verlängern mit “viel”. So kann man besser erkennen, wie ein Wort geschrieben wird.

Ableiten: Man versucht den Wortstamm eines Wortes zu erkennen, z.B. “Fahrt” kommt von fahren, also immer mit “h”. Nun kann man eine Wortfamilie bilden und das Wort möglichst anschaulich mit Holzbuchstaben oder Knete darstellen oder in den Sand oder in die Luft schreiben bis sich das Wortbild eingeprägt hat. Wichtig ist immer, dass ein Wort als Wortklang, Wortbild und Wortbedeutung erlernt wird, weil es sich auf diese Weise besser im Gedächtnis festsetzt.
Geeignet sind auch alle Materialien von Maria Montessori, die auch die Einbeziehung aller Sinne für den Lernprozess als ganz wichtig angesehen hat.

Merken: Wörter, die man nicht durch schwingen, verlängern oder ableiten folgern kann, muss man sich merken! Hierbei ist wieder eine Lernmethode gefragt, die möglichst anschaulich ist.
Wörter sollten auf verschiedene Arten gesprochen, ab- und aufgebaut, auf unterschiedliche Materialien geschrieben werden, wie z.B.: in Sand, mit Knete, Holzbuchstaben, in die Luft, auf dem Computer mit “Font Magic” (dreidimensionale Darstellungsmöglichkeit), etc.
Geeignet sind auch Lernkarteikästen, mit denen man regelmäßig üben kann, da erwiesen ist, dass durch häufige Wiederholung Gelerntes besser im Langzeitgedächtnis haften bleibt!

Rechenstäbchen

Bei dyskalkulen Kindern setze ich schwerpunktmäßig folgende Materialien ein:

Oberste Priorität hat beim Training immer der individuelle Entwicklungs-/Lernstand des jeweiligen Kindes und seine “Algorithmen”.

Dabei beginne ich immer sehr basal, d.h. zuerst wird ein Gefühl für Zahlen geweckt, und mit Materialien gelernt und veranschaulicht, wie z.B. mit o.g. Rechenstäben, Plättchen, Kunststoffzahlen, Knete.
Dann wird Konkretes neben Bildhaftem gelegt, um langsam vom konkreten zum abstrakten Lernen zu kommen.
Erst dann können größere Zahlen im Stellenwertsystem geübt und die Grundrechenarten vertieft werden, die dem Kind noch Probleme bereiten.

Grundsätzlich setze ich in meinem Legasthenie- und Dyskalkulietraining immer auch den Computer ein, da die Kinder dieses Medium meistens gerne benutzen und es ihnen damit leichter fällt zu lernen. Zudem gibt es viele Spiele am Computer, die den Kindern richtig Spaß machen!